König der Nacht vom Neckartal

Beginn:

Ende:

Ort:

Gemeindehalle Löchgau Löchgau

Adresse:

Riedstraße 3, 74369 Löchgau, Deutschland

Der Uhu (Bubo bubo) ist die größte Eulenart Europas. Man kann ihn deshalb mit Recht als „König der Nacht“ bezeichnen.

Um die Mitte des 20. Jahrhunderts konnte der Uhu in weiten Teilen Deutschlands als ausgerottet gelten. Durch intensive Schutzmaßnahmen von Restpopulationen und ausgewilderten Uhus aus Nachzuchten konnte in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts eine Wiederbesiedelung kleiner Gebiete in unserem Land erreicht werden.

Inzwischen haben die Uhus viele Regionen unseres Landes wieder besiedelt und sind in den letzten Jahren auch im Neckartal heimisch geworden. Dort haben sie vor allem die Muschelkalkfelsen an Steilufern des Neckars besiedelt. Die Ludwigsburger Ornithologen Prof. Dr. Claus König und seine Frau Ingrid, welche schon an den Wiedereinbürgerungsversuchen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts beteiligt waren, beschlossen deshalb, eine Filmdokumentation über den Uhu im Neckartal bei Ludwigsburg zu erstellen. In dieser befassen sie sich vor allem mit einem Brutvorkommen auf der Ludwigsburger Gemarkung. Dieses haben die Autoren von dessen erster Ansiedelung im Herbst 2014 bis in den Spätsommer 2017 im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie dokumentiert.

Der Film befasst sich in erster Linie mit Ökologie und Verhalten des Uhus in den von Weinbergen umgebenen Neckarfelsen während drei erfolgreicher Brutperioden. Er bietet vor allem Einblicke in das heimliche Leben des „Königs der Nacht“. Dabei zeigt er auch  einmalige Aufnahmen aus dem Fortpflanzungsverhalten sowie  von der Aufzucht der Jungen. Besonders bemerkenswert ist, dass bei der Brut von 2015 das Männchen durch einen Unfall im Weinberg ums Leben kam und das Weibchen dennoch in der Lage war, die drei Junguhus erfolgreich aufzuziehen. Nachdem sich der weibliche Uhu neu verpaart hatte, wurden 2016 drei und 2017 vier Junge groß. So hoffen wir, dass uns der eindrucksvolle „König der Nacht“ im Neckartal erhalten bleibt und die dumpfen „ búoh“- Rufe des Uhumännchens dort weiterhin durch die Herbst- und Vorfrühlingsnächte schallen!